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Artikel - IT-Governance: zwischen Effektivität und Innovation
Um IT und Business optimal aufeinander abzustimmen, müssen alle wichtigen Informationen über die Unternehmens-IT jederzeit zur Verfügung stehen.
Oktober 2008
Wenn die Unternehmens-IT und das Business aufeinander stoßen, kommt es schnell zu Missverständnissen. Im Spannungsfeld zwischen Entwicklungschancen und Kosten werden die Schwerpunkte häufig ganz unterschiedlich gesetzt. Es ist eine große Herausforderung für die Unternehmensführung, die Bedürfnisse von Business und IT so zu übersetzen, dass sie für beide Seiten verständlich werden und damit entscheidbar werden.
Klappt das nicht, werden IT-Planungsentscheidungen und Priorisierungen von Investments in die IT durch eine kleine Zahl von Beteiligten „aus dem Bauch heraus“ getroffen. Die Datenbasis ist dabei häufig nicht aktuell genug und inkonsistent. Die Rationalität von Entscheidungen sinkt, die Entscheidungsbasis ist bei späteren Überprüfungen oder Neubewertungen meist nicht mehr nachvollziehbar und das Vertrauen in den Planungsprozess insgesamt nimmt ab. Damit erhöhen sich aber die Risiken und Kosten in der Realisierung von Projekten erheblich.
Licht ins Dunkel der IT.
Eine erfolgreiche IT-Governance setzt voraus, dass Prozesse für Planung, Entwicklung und IT-Betrieb aufgesetzt werden, die eine Verfügbarkeit aller wichtigen Informationen an bestimmten Entscheidungspunkten sicherstellen, etwa bei der Priorisierung und Budgetierung von Investitionen. Welche IT-Maßnahmen unterstützen welche Unternehmensziele? Wie sind sie architektonisch und zeitlich koordinierbar? Passen sie zur Architekturstrategie? Werden Standards – wie solche zur Datensicherheit – und gesetzliche Bestimmungen eingehalten? Welche Risiken bestehen hinsichtlich Sicherheit und Verfügbarkeit, und wie lassen diese sich in den geplanten Projekten minimieren? Ohne eine Antwort auf diese Fragen tappen Entscheidungsträger, IT-Fachleute, -Architekten und -Controller im Dunkeln.
Ist die Informationsdecke zu dünn, birgt IT-Governance auch Gefahren. Wenn starre Prozesse Innovationen behindern, engen die Regeln das Business ein. Auch deshalb ist die Bedeutung von IT-Governance weiterhin umstritten. Manche interpretieren sie dementsprechend schlicht als Bremse, die Projekte behindert, wo doch eigentlich eine schnelle Umsetzung gefragt wäre. Bei allen Vorteilen von IT-Governance gilt auch hier der Grundsatz des Paracelsus, dass die Dosis das Gift mache. Da IT als Dienstleistung zu verstehen ist, deren Aufgabe es ist, die Prozesse im Unternehmen zu unterstützen und effektiver zu gestalten, braucht sie ausreichend Freiräume, sich optimal an die Anforderungen der Anwender in den Fachabteilungen anzupassen. Das kann zu Konflikten mit den Regeln der IT-Governance führen, die diese Freiräume einschränken oder regulieren. Zuviel IT-Governance kann sich daher negativ auf die Innovationsfähigkeit eines Unternehmens auswirken. Es ist also entscheidend, dass die Governanceprozesse selbst flexibel gestaltet sind.
Rasche Projektplanung.
Die Planungszyklen der Projekte, insbesondere die Zeit zur Erhebung von Information, müssen verkürzt werden. Der Prozess der Informationsbeschaffung muss verstetigt werden, um jederzeit aktuelle Informationen zur Entscheidungsfindung zur Verfügung zu haben. Alle an der Planung beteiligten Personen müssen prozessual eingebunden werden, um Vorschläge und Entscheidungen auf der Basis eindeutiger und konsistenter Daten treffen zu können. Schließlich müssen die Prozesse wiederholbare und nachvollziehbare Entscheidungsergebnisse liefern, damit aus vergangenen Entscheidungen und Erfahrungen gelernt werden kann.
Durch den Einsatz von Planungssoftware, wie alfabets planningIT, werden die Grundlagen für eine lebendige und erfolgreiche IT-Governance gelegt. Es wird ein Rahmen geschaffen, in dem einerseits Businessziele – die den Einsatz von IT erfordern – erreicht werden können und andererseits massive Architekturänderungen, wie sie etwa SOA mit sich bringt, überhaupt erst realisierbar werden.
Wer einen exakten Überblick darüber hat, wie die IT im Unternehmen genutzt wird, kann zudem auch besser abschätzen, welche Freiräume für Mitarbeiter und Administratoren möglich und nötig sind. So lässt sich die Balance zwischen Innovation und Effizienz finden. Und an die Adresse der Zweifler: Ein Auto mit Bremsen kann schneller und vor allem sicherer fahren als eins ohne.